Licht ist (für mich) zweifellos das große Phänomen.
Ich fing es mit dem Blei- und Farbstift ein, setzte Brombeeren und Pflanzenfarben seiner Wirkung aus.


Ich malte mit Asche und Ei und zeichnet mit brennenden Stöcken.

Einige Beispiele öffentlicher Performances.
1997 in meiner Ausstellung im Prediger in Schwäbisch Gmünd (die Architektur des Empfindens) zeichnete ich mit brennend Stöcken mit dem Flötisten BOB DOWS.
2001 in Auroville zeichnete ich mit Sonnenlicht, durch eine Lupe verdichtet, Brenn-Spuren in farbig grundierte Leinwände, zu unmittelbaren Violin-Improvisationen von HOLGER JETTER. (Bild 1)
2001 in Pondicherry in der Auodhan Gallery, Performance mit brennenden Stöcken ebenfalls mit dem Musiker HOLGER JETTER (Bild 2). Wir publizierten die „M“ Mappe mit Texten und Bildern.
2005 zeichnete ich in Wien auf großes Format bei „Philosophie on Stage“, konzipiert von ARNO BÖHLER und SUSANNE VALERIE GRANZER. Die Leinwand war von hinten mit sensiblen Lautsprechern versehen. Die Geräusche des zeichnenden Stockes wurden über Lautsprecher übertragen. (Blld 4)
2008 zeichnete ich auf der Art Afrika Dakar (auf Einladung des Goethe Instituts durch UWE RIEKEN) mit dem Kora Spieler LAMINE KOYATE. (Bild 3)
2016 zeichnete ich in Ellwangen 6 Stunden mit dem Pianisten WILIBALD BEZLER, zur Eric Satie Vexations-Aufführung die er über 6 Stunden spielte. Kuratiert und konzipiert von BERNHARD MAIER. (Bild 5)

2003 zeichnete ich erstmals, ebenfalls in Auroville/Indien mit elektronischem Licht bei einer Performance wieder mit dem Musiker HOLGER JETTER.
Seit 1998 begann ich mit Computerzeichnungen und dem technischen Laserlicht (mit Prof. HANS ALBRECHT SCHERTEL und der Hochschule Aalen) zu experimentieren. Daraus sind zahlreiche Bilder, und Eisen-Skulpturen und ein Brunnen in Abtsgmünd entstanden. Mich fasziniert es dass gebündeltetes Licht mühelos dicke Eisenplatten schneiden kann. Ich sehe das auch als Methapher für geistiges Licht und konzentrierte Gedankenkraft.
Seitdem gab es immer wieder ein visuell-musikalisches Zusammenwirken mit technischen und elektronischen Medien. So mit LOTHAR RZEHAK, AXEL NAGEL und nun schon seit einigen Jahren mit MANDALA MOVIE.
Was mich bei dieser performativen Art – neben dem Licht – noch fasziniert, ist das Erleben des intuitiven Zeichenprozesses zur Musik in Echtzeit-Projektion. Das ist mit keiner anderen Technik möglich. Deshalb bin ich HEINER REIF auch dankbar, dass er mich immer wieder einlädt, mit neuen Ideen zur Umsetzung.
Das Zeichnen – auf dem iPad – wird dabei selbst als visuelle Musik erlebbar. Die Ohren hören die subtilen, vielschichtigen Improvisationen der Free Music Formation Mandala Movie. Meine Hand antwortet spontan und intuitiv. Auf dem Großbildschirm erscheint, in Farbe, Form und Rhythmus unmittelbar, was die Musiker wiederum zu neuen Klängen inspiriert
Bilder vom Mandala Movie Auftritt im Sudhaus Tübingen 2025. Intuitives Zeichnen auf iPad in Echtzeit-Projektion!

https://tuebinger-kinos.de/programmuebersicht/movie/mandala-movie-meets-alfred-bast
Besetzung:
Didi Holzner: Keyboards
Michael Stoll: Bässe, Flöten
Heiner Reiff: Gitarre, Mallets
Uli Wagner: Drums, E-Percussion
Niels Ott: Sound
Sven Goldenbaum: Live Video
