Heute ist Donnerstag der 26. März. Es ist vier Uhr morgens. Ein sternenklarer Nachthimmel Und es beginnt ein weiterer Corona-Tag der uns-mich herausfordert.

Ich bin im Atelier im Frauenhof und kann das in natürlicher Umgebung vor Ort umsetzen was ich ab heute auch in Indien getan hätte. Nämlich – malen, zeichnen und schreiben. Um, wie Paul Matusseck das formulierte: „dem Chaos Gestalt abzuringen“. Wenn es gelingt mein Boot im Wildwasser der Krisen Zeit – mit ihren sich überbietenden Zahlen von Infizierten und Milliarden Hilfs-Geldern – so zu steuern, dass mich die kollektiven und individuellen Sorgen und Ängste nicht überfluten und das handelnd-gestaltende Bewusstsein lähmen. 

Kann ich etwas mit meiner Arbeit beitragen?

Über eine online Ausstellung, jene die in Indien stattfinden sollte, hab ich schon nachgedacht. Das könnte ich vorbereiten. 

Doch warum nicht, vielleicht sogar täglich, etwas auf meiner website aus dem Atelier veröffentlichen? Ein Art Werk-Tagebuch aus „Coronien“ statt aus Indien? Das mache ich ja sowieso.

Arbeitstisch mit dem aktuellen Reclam-Universal-Notizbuch Nr. 44

Es sollte nicht aufdringlich sein. Wer Interesse hat kann auf den mitgeschickten Link klicken und kommt dann zum Blog mit mehr Text und Bildern.

Atelikerwand mit „Bilder für Indien“

Gestern zeichnete und malte ich an der Serie der Bilder weiter die für Indienausstellung geplant war. Mit dem Titel: „Arrival“ (das passt, dennn gestern wäre mein erster Tag in Podicherry gewesen)

Nach der Zeichnung im Reclam-Universal-Notizbuch vom 27. 11. 2017, mit folgendem Text.

Reclam-Universal-Notizbuch vom 27. 11. 2017

ICH HABE HELDENFREUNDE. SIE ZIEHEN NICHT IN DEN KRIEG WIE IHRE VERBLENDETEN VÄTER. SIE BESTEHEN ZU HAUSE DIE SCHRECKLICHEN VORBILDER UND ÜBERWINDEN SIE UNTER DENAUGEN GEPRÜFTER FRAUEN. DIE NEUEN HELDEN SIND SOZIALE GENIES.

Arrival. (Ankunft). 43×55 cm. Mischtechnik auf Leinwand. 2020.

In der schlichten Möglichkeit der Mitteilung, und dem damit verbunden herzlichen Grüßen und Gedanken an Menschen die sich in der selben Lage befinden, ist eine feine Freude zu spüren, wie heute Morgen wenn die Sonne aufgeht.