… Immer wieder fällt einem das Wunder vor die Füsse. ( … machmal auch auf den Kopf.)
Und du kommst nicht aus, musste es mitnehmen.

Diesmal ist es ein ziemlich großer, abgebrochener Ast. Du legst ihn auf den Arbeitstisch, staunst, und beginnst zu zeichnen.
Schaust ihn an wie ein Zeichen und siehst eine lebendige Minatur-Landschaft der Moose und Flechten, die sich nicht im Geringsten um das abgebrochene Schicksal ihres Trägers scheren,

Früher sagte man: „ab – malen“ dazu.
Heute, im Zeitalter des raschen Klick-Blicks, der nicht mehr selbst in die Brunnen des Sichtbaren zu steigen gewohnt ist, würde ich es: „ein-sehen“ nennen.

Denn es ist, als würdest du durch das handelnde Schauen ein fremdes Land betreten, als würdest du durch den Spiegel, in dem sich immer nur deine eigene Deutung reflektiert, hindurchschreiten zu einer rätselhaften Nähe, in der dir das Leben selbst, noch ganz und gar, ungedeutet, entgegenblickt.

Das könnte den paradoxen Titel tragen: „ die Wiederentdeckung des Sichtbaren“.