Werkbrief. 24.April 2026
Notizen
Es ist vier Uhr Morgens. Nächtliche Stille im Frauenhof. Die Sterne am Himmel lassen einen sonnigen Tag erwarten. Heute werde ich das große Bild M AYA abschließen. Die letzten 3 Monate habe ich daran gemalt. Es waren Innen-Monate im Atelier. Schreiben und Malen bestimmten maßgeblich meine Zeit.
Die Zeit hatte ein Zeit-Fenster anderer Art: ein Ewigkeits-Fenster.
Das öffnet sich nach Innen. Zum Herzen, zum Herz-Auge hin. (Denn das Herz ist auch ein Wahrnehmungsorgan.)
Dort strömt das beständig Lebendige, das Immerwährende herein.
Das Immerwährende? Gibt es das in unserer Zeit-Raum-Kapsel in der wir – wie Fische im Wasser – im Gedanken- und Informations-Ozean umher schwimmen?
Ja, es gibt dieses Immerwährende, (annähernd jedenfalls). Sein Repräsentant im Äußeren, Sichtbaren ist ganz alltäglich: das Sonnenlicht.
Beim Malprozess erlebe ich (neben dem Immerwährenden) zwei unterschiedliche Zeitqualitäten die zusammenwirken. Einmal die Reifung.
Diese unterliegt nicht der Machbarkeit und ist durch Beschleunigung nicht (oder nur begrenzt und mit Qualitätsverlust) zu beeinflussen Sie entspricht den natürlichen Wachstums- und Werde-Prozessen.
Bei dem aktuellen Bild betrug die Reifezeit 40 Jahre (Februar-Werkbrief). Und zum zweiten: die Produktion, die Realisierung. Diese hat, vom Bespannen der Leinwand am 22.Januar bis Heute, dem 24. April, etwas über drei Monate gedauert. Wobei es genau 47 intensiven Maltage gab. Dazwischen hatte das Bild Reifephasen.
Nun freue ich mich sehr es in der Ausstellung in Ellwangen, im Palais Adelmann, zeigen zu können.
Der beigefügten PDF-Datei sind die näheren Daten zu entnehmen.
Mit herzlichem Frühlingsgruß
Alfred Bast
