KHRISHNA an der Hochschule in AALEN, kurz:

KRISHN AA

… eine Malperformance mit Licht und Elektronik.

 

Gestern hatte ich auch eine überraschendes Erlebnis, ein „indisches“ in der Hochschule Aalen, das mir der Mitteilung Wert erscheint.

Eingeladen von Bernd Reznicek, um eine elektronische, computerunterstützte große Tafel „IDEA WALL“ künstlerisch auszuprobieren, war ich im „Burren“, einem moderne Gebäudekomplex der Hochschule.

Ich war noch nie in diesen Gebäuen und von dem vielen grauen Beton zunächst etwas bedrückt. Alles ist linear. Als wären im runden menschlichen Kopf nur Gerade und Kuben denkbar. Auch wenn mir das Architekturmodel in seiner minimalistischen Strenge nachvollziehbar ist und auch gefällt. Es wirkt wie sein eigenes Museum. Eher für die Architekturgeschichte gebaut als für Studenten die forschen, lernen, spielen und experimentieren, in ihrem runden Kopf.

Doch vermutlich täusche ich mich, denn dass was ich dann darin erlebte war das glatte Gegenteil von „ästhetischer Diktatur“.

Ich malte auf die glatt-weiße elektronisch-verstärkte Tafel mit viel Elan und Interesse. Mit dem elektronischen Stift konnte ich verschiedene Option wählen: Transparenz, Farbe und Strichstärke. Es war mich nicht fremd. Habe ich doch seit 20 Jahren Erfahrung und experimentiere mit elektronischer Malerei in Performances zu Musik. So mit Holger Jetter in Auroville/Indien, der Gitarristen und Percussionisten Lothar Rzehak, und der Band: „mandala movie“ in Tübingen.

 

„Musik wäre fein“, sagte ich zu den vier Anwesenden. „Haben wir leider nicht“ antwortete Bernd Reznicek. … „Dann müssen wir singen“ sagte ich zum Spaß.  Da meldete sich die anwesende, ehemalige Studentin, die für fb und Öffentlichkeit im Studiengang Mechatronik aktiv ist, und die Performance begleitete, und sagte, halb zu Spaß: „…ich kann indische Mantren singen…“. „Ideal“ ermunterte ich sie. Nach einigem Bitten und ihrer Forderung, dass wir ihr dann nachsingen müssten beim chanten, begann eine wundervolle Stimmung im Raum. Wir sangen Mantren während ich malte. Später hat sie dann noch ihr Handy mit indischer Musik aktiviert und uns noch mit einigen Yogaübungen vor dem Bild beschenkt.

Mein Sein lächelte beim malen und ich dachte:
“ … Krishna….Krish na h … nah … nah … AA.“
Mit Kreativität, Experimentierfreude, Humor und neuester Technik kann sich auch in eckigen Räumen aus grauem Beton rundes Empfinden entfalten.
Oder grade hier, weil der Kontrast so groß ist?

19.3. 2019 

Dank an Bernd, Patricia, Stefan, Matthias und Daniel!