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Natur Ikonen – Werkgruppe

Natur Ikonen – Werkgruppe

… „wenn du nur siehst was du weißt, dann weißt du nicht was du siehst.“

Das Ach-so-Gewisse, die Gestalten der Natur, aufmerksam wahrnehmen, zeichnend erkunden, als sähe ich diesen, durch Gewöhnung getarnten Schatz der Erde, zum ersten Mal.

Zeichnen als lebendiger Dialog mit der sichtbaren Natur, im Zeitalter der digitalen Medien, wird zum Schlüssel, um durch die Oberfläche gedeuteter Wirklichkeit hindurch das offensichtliche, und doch zugleich durch die Gewöhnung verborgene Wunder zu entdecken.

Denn die Natur ist die „Gestalt-Sprache“, einer universellen Intelligenz.

Diese Werkgruppe wird seit 2007 kontinuierlich weitergeführt.

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Alle Bilder: 30 X 30 cm / Öl auf Leinwand / Auswahl

 

 

Natur Ikonen

Wenn Außerirdische hier landen würden um mich einzuladen mit ihnen zu kommen, dann würde ich sie fragen, ob es auf ihrem Planeten auch Apfelbäume gibt. Wenn nicht hätte ich keinen Grund mitzugehen, und wenn es dort auch Apfelbäume gäbe, könnte ich auch gleich hier bleiben.

Wir kommen auf die Erde und nach kurzer Zeit haben wir uns an ihre Wunder gewöhnt, und schlagen uns mit Problemen und anderen Leuten herum. Wir sperren uns in mehr oder weniger enge Meinungen und Denkmuster ein und verlernen zu staunen, oder doch fast.

Meine Arbeit mit der Natur besteht zum großen Teil aus reinem Staunen das sich aus dem Zeichnen erschließt.
Es geht ja nicht mehr darum die Natur zu kopieren, ein Abbild zu erarbeiten, das macht die Fotografie in vollendeter Weise, sondern um das Erkennen des In-Bildes. Also um jene Gestaltkräfte die die Gestalt erschaffen, und zwar so und nicht anders. Das ist keine formale Re-Produktion, sondern immer neu. Schöpfung ist immer neu, auch wenn sie sich unendlich oft wiederholt. Auch jeder Atemzuge ist neu und frisch.
Zeichnen ist ein körperlicher Vorgang, bei dem alle menschlichen Vermögen aktiviert werden. Vor allem das Sehen. Das Sehen wandelt sich von einem Scanner, der nur erkennt was er wieder erkennt, in ein offenes Erkunden – in ein forschendes Sehen, eben in ein Staunen.

Es nicht interessant für mich die sogenannten „Objekte“ die auf meinem Ateliertisch liegen, künstlerisch zu verfremden. Denn je länger ich sie betrachte, desto fremder werden sie. Oder genauer gesagt: sie werden „fremd- vertraut“. Das Sehen gelangt von der Oberfläche aus in die Tiefe. Da sind in einem Tannenzapfen die Planetenbahnen eingeschrieben und in einer Kastanie, mit ihren Stacheln, ihrem weichen Bett und ihrem braunglänzenden Kern, der jedes Kinderauge entzückt, eine Botschaft. Alles Sichtbare ist der präzise Ausdruck jener unsichtbaren Kräfte die es erzeugen. Im Sichtbaren ist das Unsichtbare präzise ausgedrückt.

Es wird sonnenklar: die Natur ist eine universelle Partitur, und die Schrift einer Intelligenz die das menschliche Erkenntnisvermögen weit übersteigt und deshalb zu inspirieren vermag. So geht es mir bei den bildnerischen Sitzungen um Übereinstimmung mit den Frequenzen der Dinge. Ich lausche durch das Vertraute und scheinbar Bekannte in die Hinter-Gründe des Werdens und Sein´s und male was ich davon vernehme. Ich übersetze die im Sichtbaren zum Ausdruck kommenden unsichtbaren Gestaltkräfte in die Sprache von Linie, Farbe, Hell-Dunkel und Struktur. So antwortet der bildnerischen Prozess auf das inspirierende Naturmotiv und macht bewußt was im Offensichtlichen, in den so bekannten Erscheinungen der Natur, verborgen liegt.

Diese Schrift wird weltweit verstanden. Der Mystiker sagt: „… das ist die Schrift Gottes“. Der Künstler flüstert: „…wow“!

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