Spielperformance im creativ space, Stuttgart, am 17.7. 2016

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Foto: Wolf Nkole Helzle

 Die Weltordnung des Dao:

„…aus der Eins entstand die Zwei,
aus der Zwei ging die Drei hervor
und brachte die zehntausend Dinge mit sich“. 

So definierte JT dieses Spiel.

So wurde es erlebt und nahm Gestalt an.

Gestalt, nicht Wort, denn es wird nonverbal gespielt.

Alle Dinge sind verdichtet Kräfte, Energien die ins Sichtbare kommen, dort eine Weile verharren und wieder verschwinden.

Warum aber, wenn alles Energie ist und wieder sein wird,
warum dann dieser Weg durch die Gestalt, die Begrenzung, die Dinglichkeit? 

Die Gestalt ist das große Rätsel, denn sie ist speziell, getrennt von einander, und schafft damit etwas was es im reinen Energiezustand nicht gibt. Sie schafft Raum, Zwischenraum und damit Spielraum. Spielraum für was?
Das ist uns freigegeben. Das ist uns aufgegeben.

Jedes Ding ist verdichtete, spezifische Energie in der das zum Ausdruck kommt was ihre Motivation ist.

 Im Panzer ist zum Beispiel die Gewalt. Eine Legierung aus Schutz und Angriff.
Wenn man  eine Waffe anfasst, fasst sie selber zu und nimmt einen in ihren Griff.
Jeder spürt das. So geht von allen Dingen, dem Herzen, auch wenn es aus Styropor ist, der Puppe, oder der Uhr.  etwas tritt in Resonanz  mit dem eigenen Handlungspotenzial.

Alle Dinge werden zu Stellvertretern und stehen für energiereiche Zusammentreffen.

Foto: AY

Am Anfang ist das EI

Foto: Wolf Nkole Helzle

Wenn neben dem Ei ein Hammer liegt, verändert sich das Ei sofort durch die Konstellation, ohne dass es sich inrgendwie verändert hätte.
Auf sehr viel komplexerer Ebene findet das unbablässig in der Kommunikation zwischen uns statt.

Wenn wir einem Menschen begegnen entsteht sofort eine Konstellation die wir  als solches nicht wahrnehmen können, weil wir unmittelbarer Teil davon sind.

In der Regel suchen wir bei uns oder beim andern die Ursachen und deuten uns selbst und den Andern innerhalb unserer Musterkollektionen – mit der wir die Welt, die Andern und uns selbst zu verstehen suchen – zurecht.

Eine eigene Wahrnehmung für die Wirkung die Konstellation zu entwickeln ist möglich, wenn sich die unablässig aktive Deutungsautomatik mal entspannt und einen Raum zulässt, einen Spielraum, zwischen sich und der gedeuteten Umwelt.

Er befreit von psychologischen Automatismen und öffnet den Blick.

Damit wird die Deutungsautomatik überschritten und die intuitive Ebene aktiviert, in der Humor, Spontantät und Freiheit atmen.

Foto: Wolf Nkole Helzle

 

 

Ein harmonisches Paar 

zu legen ist die erste Aufgabe für alle.

 

 

 

 

Ein disharmonisches Paar 

zu legen ist die zweite Aufgabe für alle.

Fotos: Wolf Nkole Helzle

 

 

 

Bei der dritten Aufgabe sind drei Dinge auf dem Spielfeld.

Alle Mitspieler können assoziativ einen Gegenstand wegnehmen und mit einem anderen austauschen. Dabei wurden die Fotografen ganz mit ins Spiel gezogen…es gibt davon keine Fotos und auch nicht von den weiteren Schritten die zwischen dem liegen und dem was dann folgte.

Die Gruppe mit den genialen Meisterspielern überschritt alles Bisherige.
Das Spiel erweiterte sich um eine neue Dimension.

Alles kam auf den Tisch. ALLES.

Die „zehntausend Dinge“ und so stellte sich die Aufgabe, alles in einen Zusammenhang zu bringen,

so dass wir sagen können: JA SO SOLL ES SEIN.

Wertschöpfung – Weltschöpfung – ein ständiger Gestalt- und Gestaltungs-Prozess.

Mit eignen Augens sehen,
mit den Augen des Andern sehen,
und dabei erkennen,
dass die Augen nicht nur sehen,
sondern auch säen.
Sie pflanzen in die Erde der Möglichkeiten ihre Wirklichkeit
und ernten den entsprechenden Ertrag.

 

 

Foto: AY
Foto: AY
Foto: AY
Foto: AY

Momente des ÄUSSERNS

Foto: Wolf Nkole Helzle
Foto: Wolf Nkole Helzle
Foto: AY
Foto: Wolf Nkole Helzle
Foto: Wolf Nkole Helzle
Foto: AY

Momente des INNERNS

Foto: AY
Foto: Wolf Nkole Helzle

SO SOLL ES SEIN!
ALLES IST AUF DEM TISCH.
als:
LEBENDIGE, FREUDIGE, EINLADENDE ORDNUNG
– OHNE VER-ORDNUNG.

FREIGEGEBEN ZUM SPIELEN
– NICHT ZUM VER-SPIELEN.

Foto: Wolf Nkole Helzle